Neue Geschäftsmodelle

Erfolgreiche Geschäftsmodelle sind für den Unternehmenserfolg essenziel. Ein Geschäftsmodell umfasst dabei gleichermaßen die Ausrichtung auf eine Zielgruppe, die Aufstellung verschiedener Distributionskanäle, die Architektur seiner Wertschöpfungskette oder die zugrunde liegenden Kosten- und Ertragsmodelle. Zwar fehlt eine klassische lexikale Definition, jedoch kann in Bezug auf traditionelle Geschäftsmodelle zumeist zwischen Verkäufern, Händlern und Maklern differenziert werden.

Platform Economy, User Centricity, As-a-Service – im Windschatten technologischer Evolution ändern sich auch die traditionellen Geschäftsmodelle grundlegend. Die eigene Wertschöpfung überdenken, teilweise gar neu zu erfinden, ist in der Industrie 4.0 nicht weniger bedeutsam als die Implementierung vernetzter Systeme und intelligenter Anlagen. Allgemeingültige „Kochrezepte“ zur Geschäftsmodelltransformation gibt es nicht. Investitionen in die digitale Inhouse-Kompetenz, die Einbindung eines kontinuierlichen Kundenfeedbacks oder Kooperationen mit Start-Ups sind jedoch Maßnahmen, die sich in diesem Zuge mehrheitlich bewährt haben.

In der Trias "Verkäufer, Händler, Makler", tritt letzter im Zusammenhang mit digitalen Plattformen und Marktplätzen immer stärker in den Vordergrund. Klassische Prozesse, etwa im Produktdesign oder Unternehmenskommunikation, wandeln sich in Folge moderner Informations- und Kommunikationstechnik, agiler Methodik, Design-Thinking oder User-Testings. Mit zunehmender Service-Ausrichtung gewinnen Attribute wie Modularität, Verfügbarkeit und Interoperabilität an Bedeutung, sei es bezüglich des Produkts, des Pricings oder innerhalb der unternehmenseigenen Wertschöpfunskette.

Zugehörige Themen

  • Production & Automation

    Industrie 4.0 erfordert insbesondere bei KMU und großen Konzernen ein prinzipielles Umdenken bezüglich konventioneller Produkt- und Prozessstrukturen. Mehr und mehr gewinnen flexible Servicemodelle, intelligente Vernetzung und agile Datenanalyse an Bedeutung: Die Automotive-Industrie wird bspw. zum Mobilitäts-Anbieter, Sensorhersteller werden zu IT-Dienstleistern, Wartungsunternehmen zu "Predictive Maintenance"-Services.

    Vorteile aus dem Netzwerk

    Das Netzwerk Smart Production unterstützt mit der Fachworkshopreihe "Grand Prix Industrie 4.0" insbesondere klein- und mittelständische Unternehmen bei der Digitalisierung konventioneller Geschäftsmodelle und -strategien – von der Reifegradermittlung bis hin zur Konzeption marktgerechter Angebote. Als Konnektor verknüpft das Netzwerk Anwender, Entwickler und Unternehmer und erschließt somit Corporates und insbesondere Start-Ups ein ideales Umfeld zur Validierung und Erprobung innovativer Geschäftsideen und Technologien.

  • Services

    Der "As-a-service"-Gedanke steht im Epizentrum der Disruption konventioneller Geschäftsmodelle. Auf Anwenderseite gewinnen Unternehmen an Agilität, Flexibilität und profitieren von deutlich verkürzten Implementierungsphasen. In der Folge bauen nicht nur Start-Ups ihre Leistungen auf dem "As-a-Service"-Modell auf. Auch etablierte Unternehmen übersetzen Leistungen oder Teilleistungen in Servicemodule sowohl im B2B- als auch im B2C-Segment. Die Identifizierung und Evaluation geeigneter Service-Pakete hat sich vor allem im Zuge aufstrebender Plattformen und digitaler Marktplätze grundlegend verändert.

    Vorteile aus dem Netzwerk

    Im Netzwerk arbeiten Unternehmer, Innovationen und Entwickler von Schlüsseltechnologien auf Augenhöhe und Schulter an Schulter. In dieser interdisziplinären Konstellation bereitet Smart Production die Basis für tragfähige, neue Geschäftsmodelle. Der ganzheitliche Ansatz und der ständige Austausch sichern dabei einen hohen Nachhaltigkeitsgrad. Insbesonderen KMU steht das Netzwerk mit Beratungsleistungen zur Entwicklung und zur Implementierung geeigneter Maßnahmen zur Geschäftsmodelltransformation zur Seite.

  • Processes & Consulting

    Ein Geschäftsmodell kann durchaus auch als die Summe der unternehmensinternen Prozesse aufgefasst werden. Folglich stehen Prozessstruktur, -form und -effektivität nicht selten im Mittelpunkt einer Neuausrichtung. Der Schritt weg von starren Konstrukten hin zu adaptiven Prozessschemen kann gleichermaßen entscheidend sein wie die Einrichtung unmittelbarer und kontinuierlicher Feedbackkanäle zwischen Entwicklern, Anwendern und Unternehmensbereichen abseits der F&E. Die Devise "Never change a running system" ist m Zeitalter der Digitalisierung falsch. Wo die notwendigen digitalen Schlüsselkompetenzen nicht inhouse verfügbar sind, können interdisziplinäre Consultingteams die auftretende Lücken überbrücken.

    Vorteile aus dem Netzwerk

    Prozesse bilden einen Kernansatzpunkt in der Neuausrichtung eines Geschäftsmodells, bilden zeitgleich aber auch das Rückgrat der unternehmerischen Funktionalität. Somit ist ein solches Changemanagement von besonders sensibler Natur. Im Netzwerk finden Unternehmen versierte Ansprechpartner, die ein solches Changemanagement begleiten können. Das Netzwerk Smart Production befähigt darüber hinaus KMU zum Aufbau neuer Geschäftsmodelle und hilft ihnen den Reifegrad ihres Unternehmens valide zu beurteilen. In verschiedenen Workshop-Formaten klärt das Netzwerk in Kooperationen mit Unternehmen und Hochschulen über den Wandel in der Produktions- und Geschäftslogik auf und führt die Teilnehmer in moderne Grundlagen der Geschäftsmodell- Innovation – etwa die „Business Model Canvas“ – ein.

  • Data & IT

    Daten sind die Triebfeder der Digitalisierung und spielen auch in der Entwicklung und Umsetzung neuer Geschäftsmodelle eine entscheidende Rolle. So sind sie etwa Grundlage für die Berücksichtigung kundenspezifischer Produktfeedbacks oder für die Modellierung prediktiver Modelle, beispielsweise im Bereich der "Predicitive Maintenance". Andererseits kreieren sie einen Markt für dezidierte Anwendungen oder Algorithmen für deren Nutzung. Der Aufschwung der Data-Science Anbieter trägt dieser Entwicklung Rechnung.

    Vorteile aus dem Netzwerk

    Mit Netzwerkforen zu "Smart Data" und "Smart Services" unterstützt das Netzwerk Start-Ups, KMU und Konzerne als Ansprechpartner und Informationsplattformen. Durch die Einbindung von Universitäten und wissenschaftlichen Institutionen fördert das Netzwerk einen multilateralen Wissenstransfer, der sich in der zeitnahen Übersetzung angewandter Forschungsergebnisse im operativen Tagesgeschäft widerspiegelt. Im Netzwerk entstehen einerseits Ansätze für neue Geschäftsmodelle, andererseits nehmen die Mitglieder als Entwickler von Schlüssel- und Schnittstellentechnologien eine entscheidende Rolle als Enabler ein.

  • Virtual Dimensions

    Vor allem im Bereich von Media und Entertainment haben Technologien aus der virtuellen Dimension den Markt bereits revolutioniert. Zunehmend setzen sich die virtuellen Simulationen auch in anderen Branchen durch. Es entstehen innovative Schulungs- und Ausbildungsangebote, etwa im medizinischen Bereich. Virtual Reality Anwendungen unterstützen Fachpersonal bei der Wartung komplexer Anlagen und Ingenieure bei der Überprüfung von Konstruktionsentwürfen.

    Vorteile aus dem Netzwerk

    Die virtuelle Realität lässt zahlreiche, teilweise hochgradig disruptive Geschäftsmodelle entstehen. Gerade für KMU ist es dabei schwierig, ausreichend Expertise bezüglich Hardware, Modellierung und Software zeitnah im Unternehmen aufzubauen. Smart Production engagiert sich insbesondere in diesem Kontext und führt entsprechenden Bedarfs- und Know-How-Träger zusammen. Daneben informiert das Netzwerk regelmäßig über die Integration der virtuellen Realität in bestehenden Geschäfts- und Unternehmensmodellen.

  • Logistic & Supply Chain

    Crowd-Shipping, Local Delivery, Freight Forwarder Rates – nur wenige Branchen sind im Zuge der Digitalisierung mit so grundlegenden Änderungen konfrontiert wie die Logistik. Auf der Basis von smarter Vernetzung und Datennutzung lassen sich Bedarfsaufwendungen, Produktionsauslastung und Ressourcenmanagement deutlich effizienter gestalten – Konzepte wie "Anticipatory Shipping" sind nur eine Konsequenz dieser Entwicklung. Die Wertschöpfungskette wird in Folge moderner ERP- und Warehousing-Software flexibler, modularer und gewinnt zunehmend an Autonomie.

    Vorteile aus dem Netzwerk

    Aufgrund der massiven Disruption ist die Ausbildung neuer, tragfähiger Geschäftsmodelle für Akteure in der Logistik überlebenswichtig. Unternehmen erschließen im Netzwerk Kooperationen mit innovativen Start-Ups, profitieren vom stetigen Wissenstransfer und erhalten Zugang zu Spitzenexpertise im Bereich von Big Data und Data Scientists. Insbesondere in KMU, wo diese Fähigkeiten oft nicht kurzffristig ausgebildetet werden können, bietet Smart Production somit einen nicht zu unterschätzenden Know-How-Pool um im Zuge der Digitalisierung nicht den Anschluss an den Wettbewerb zu verlieren.

  • Mensch & Arbeit

    In der Folge innovativer Technologien und Prozesse entsteht der Bedarf nach korrespondierenden Aus- und Weiterbildungsprogrammen. Für viele Produkt- oder Service-Anbieter eröffnen sich hier Möglichkeiten, das eigene Portfolio um deartige Leistungen zu ergänzen.

    Vorteile aus dem Netzwerk

    Oft entstehen entsprechende Um- und Ausbildungsprogramme gemeinsam mit neuen Produkten oder Anwendungen. Der rege Austausch zwischen Unternehmen, Universitäten und Start-Ups ermöglicht die ad-hoc-Einrichtung und -Optimierung solcher Ausbildungsprogramme. Die Netzwerkmitglieder können darüber hinaus die möglichen Disruptionen ihrer Innovationen in Folge des intensiven Austauschs valider evaluieren und ihre Bedarfe bezüglich Kompetenzen und Fähigkeiten direkt mit den akademischen Lehrstühlen herausarbeiten.

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